Die Bibliothek im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers gehört zu den größten kirchlichen Bibliotheken im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Sie ist eine Spezialbibliothek für den Bereich Theologie und Kirche und zugleich die Behördenbibliothek des Landeskirchenamts.
Die Bibliothek ist öffentlich und steht allen Interessierten kostenlos zur Verfügung.
Unser Bestand umfasst ca. 168.000 Bücher,150 lfd. Zeitschriften und den Zugriff auf über 3000 E-Books und zahlreiche Fachdatenbanken.
Schwerpunkte der Bibliothek sind die folgenden Sammelgebiete:
- Theologie und Kirchliche Praxis
- Recht, insbesondere Kirchenrecht
- Kirchengeschichte
- Kirchliche Kunstgeschichte
Sondersammlungen:
- Bibeln
- Literatur zum Kirchenkampf in der NS-Zeit
- Theologische Kontroversliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts
- Bibliothek des Oberkonsistorialrats Heinrich Philipp Sextro (1746–1838)
Die Bibliothek des Landeskirchenamtes erwuchs aus den Dienstbüchereien mehrerer Kirchenbehörden:
- des 1636 gegründeten Konsistoriums in Hannover,
- des 1866 gegründeten Landeskonsistoriums und
- der 1885/1903 aufgehobenen Konsistorien in Osnabrück und Stade.
Nach der Bildung des Landeskirchenamts (1924) wurden die Buchbestände der einzelnen Konsistorien zusammengeführt und in einem eigenen Bibliothekszimmer aufgestellt.
1929 wurde die Bibliothek für „Personen, die ein kirchliches Interesse bekunden“, geöffnet und eine erste Benutzungsordnung erlassen.
1943 verbrannte ein Großteil des Bibliotheksbestandes bei einem Bombenangriff. Weitere Bücher fielen 1946 dem Leine-Hochwasser zum Opfer.
1952 wurde erstmals eine hauptamtliche Bibliothekarin eingestellt.
1958 fand die Bibliothek eine neue Unterkunft im Fürstenhof, einem repräsentativen Fachwerkgebäude aus dem 17. Jahrhundert, das durch einen Gang mit dem Landeskirchenamt verbunden ist.
2003 wurde die Bibliothek komplett renoviert und erweitert.


